Mitarbeitende
Als Tochterunternehmen des Volkswagen Konzerns übernehmen wir mit dem Code of Conduct dessen Verhaltensrichtlinien. Wir diskriminieren niemanden und dulden keine Diskriminierung. In der Konzernrichtlinie „HR-Compliance“ sind Mindeststandards zur nachhaltigen Förderung und Sicherstellung von Vielfalt und Chancengleichheit verankert. Vorgeschrieben ist, dass es in jeder Gesellschaft mindestens eine*n Ansprechpartner*in für Management und Mitarbeitende zum Thema Vielfalt und Chancengleichheit gibt. Sie werden über das konzernweite Sensibilisierungsprogramm „Diversity Wins@Volkswagen“ geschult. Dies ist auch für Volkswagen Immobilien maßgebend. Als Unterzeichner der Charta der Vielfalt setzen wir zudem ein Zeichen für Respekt und Toleranz in der Arbeitswelt. Im Rahmen des Konzerngrundsatzes „Wir leben Vielfalt“, sehen wir uns in der Verantwortung Verschiedenartigkeit zu schätzen und zu leben und die Chancengleichheit aller Beschäftigten zu gewährleisten.
Vielfalt wurde folgerichtig auch in die Strategie VWI 2030 integriert und in der Initiative „Arbeitgeberattraktivität“ als fester Bestandteil verankert. Die Verantwortung hierfür ist im Personalbereich verortet. Eine offiziell benannte Diversity-Managerin (Leiterin Personal) und vier weitere Diversity-Trainer*innen aus unterschiedlichen Abteilungen tragen dafür die Verantwortung, dass Vielfalt bei Volkswagen Immobilien für die Mitarbeitenden kontinuierlich auf der Agenda bleibt und inhaltlich immer wieder in den Fokus gerückt wird. Zu den vorrangigen Aufgaben gehört es dabei, eine effizientere und innovative Zusammenarbeit in Teams zu fördern und inklusives Verhalten in den Führungsalltag zu integrieren. Mehr zum Thema Arbeitgeberattraktivität finden Sie hier.
Im Berichtsjahr 2024 haben wir uns wieder mit verschiedenen Maßnahmen und Aktionen proaktiv für Vielfalt eingesetzt. Darüber hinaus konnten wir unsere Mitarbeitenden im Berichtsjahr z.B. mit einem Malworkshop „Malen für mehr Vielfalt“ sowie dem Online-Training „Frauen im Fokus – Souveräne Körpersprache und entspanntes Auftreten“ ein attraktives Angebot schaffen. Weiterhin konnten wir über unser Diversity-Netzwerk unseren Mitarbeitenden so ein vielfältiges Spektrum von Vorträgen und Austauschformaten von Volkswagen bieten, an denen Interessierte während der Arbeitszeit kostenlos teilnehmen konnten.
Zeitgemäße Arbeitsmodelle
In den letzten Jahren hat sich die Arbeitswelt grundlegend verändert, vor allem hinsichtlich des Wandels zu digitalen, mobilen und flexiblen Formaten. Die Mitarbeitenden bei VWI profitieren von flexiblen Regelungen, die auch im Jahr 2024 fortgeführt wurden. Sowohl durch den Personalbereich als auch die Führungskräfte werden unsere Mitarbeitenden eng beim Übergang in die Arbeitswelt von morgen begleitet.
Als attraktiver Arbeitgeber ist es unser Anspruch, die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf unserer Beschäftigten zu unterstützen. Unser Unternehmen hat sich daher den Regelungen des Volkswagen Konzerns angeschlossen, welche die Möglichkeit vorsehen, Freistellungen für Qualifizierungszwecke oder aus familiären Gründen in Anspruch zu nehmen, Gehaltsbestandteile in Freizeit umzuwandeln oder frühzeitig in den Ruhestand zu wechseln. Bereits seit 2019 bietet Volkswagen Immobilien mit der „Brückenteilzeit“ Mitarbeitenden die Möglichkeit, die Arbeitszeit lebensphasenorientiert zeitlich begrenzt zu reduzieren, um etwa die Versorgung einer pflegebedürftigen Person in der Familie besser zu organisieren. Insgesamt nutzten im Berichtsjahr 115 Mitarbeitende bzw. 29% der Belegschaft von Volkswagen Immobilien flexible Teilzeit-, Altersteilzeit- oder Elternzeitmodelle. Mit unserer Betriebsvereinbarung „Mobile Arbeit“ aus dem Jahr 2022 haben wir die Flexibilität der mobilen Arbeitszeit für unsere Mitarbeitenden optimal und umfassend gestaltet. Ausführliche Berichte zur Mobilen Arbeit finden Sie unserem Nachhaltigkeitsbericht 2023. Das nach 2019 im Jahr 2022 erneut verliehene „FaMi“-Siegel untermauert unsere Arbeitgeberattraktivität. Damit wurde unserem Unternehmen für den Aktionszeitraum 2022–2024 sehr gute Arbeitsbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Pflege und Privatleben bescheinigt. Auch für den neuen Aktionszeitraum 2025-2028 wird VWI sich wieder um das „FaMi“-Siegel bewerben.
Um Büroflächen bestmöglich nutzbar zu machen, hat VWI ein unternehmensweites Desk Sharing eingeführt. Die dafür notwendigen Rahmenbedingungen wurden gemeinsam mit dem Betriebsrat in entsprechenden Betriebsvereinbarungen geregelt. Für eine erfolgreiche Umsetzung dessen, sind im VWI Gebäude punktuell flexibel nutzbare Büros (Flexzones) und Spinde für die Mitarbeitenden eingerichtet und aufgestellt. Darüber hinaus wurden sogenannte Homezones errichtet, in denen die einzelnen Teams dennoch die räumlichen Möglichkeiten haben, zusammen zu kommen. Die Aufenthaltsqualität im Büro erhöhte VWI durch das Aufstellen hochwertiger Kaffeeautomaten und Wasserspender, sowohl in den Hauptgebäuden als auch auf dem Betriebshof. Hier können sich unsere Mitarbeitenden kostenlos mit verschiedenen Kaffeespezialitäten versorgen und beim lockeren Austausch in der Küche das Miteinander stärken.
Zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung
Das Aufgabenspektrum der Mitarbeitenden bei Volkswagen Immobilien reicht von der Konzeption über den Bau und die Investition bis hin zu Vermietung, Unterhaltung und Instandhaltung von Immobilien. In sämtlichen Gebieten sind Kenntnisse, Fähigkeiten und das Engagement unserer Mitarbeitenden das Fundament unseres Erfolgs. Deshalb bieten wir Bewerber*innen wie Beschäftigten vielfältige Einstiegsmöglichkeiten, attraktive Karrierewege und Qualifizierungsmaßnahmen an, die zur Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit unter den Rahmenbedingungen der Digitalisierung beitragen.
Bei der Berufsausbildung setzen wir sowohl auf die klassische Ausbildung als auch auf das duale Studium. Für den klassischen Ausbildungsberuf Immobilienkaufmann/ -frau wurden im Jahr 2024 bei Volkswagen Immobilien zwei Auszubildende neu eingestellt. Für die Ausbildung zum/-r Gärtner*in im Garten- und Landschaftsbau wurden keine neuen Auszubildenden in 2024 eingestellt. Es befinden sich derweil weiterhin drei Auszubildende im dritten Lehrjahr.
VWI bietet aktuell drei duale Bachelorstudiengänge an: Architektur, Wirtschaftsingenieurwesen/Bau und Betriebswirtschaftslehre in der Fachrichtung Immobilienmanagement. In 2024 wurde für den Studiengang Architektur eine junge Berufseinsteigerin eingestellt. Der duale Studiengang Betriebswirtschaftslehre in der Fachrichtung Immobilienmanagement wird seit August 2024 in Kooperation mit der Welfenakademie Braunschweig angeboten. Hierzu wurden zwei neue duale Student/innen eingestellt.
Die Bedarfe unseres Unternehmens an Ausbildungsberufen haben sich in den letzten Jahren verändert bzw. weiterentwickelt. So hat VWI bereits vor zwei Jahren seine Ausbildungsmöglichkeiten um das Duale Studium erweitert. Ab August 2024 gibt es nun auch das Angebot des Dualen Studiums im Bereich Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Immobilienmanagement. Mit dem neuen Studiengang bildet VWI eine*n Management-Spezialist*in für die Immobilienbranche aus. Die Kooperation läuft hier gemeinsam mit der Welfenakademie in Braunschweig, die den Studiengang ganz neu aufsetzt, denn die Immobilienwirtschaft erfordert spezielles Fachwissen in Verbindung mit betriebswirtschaftlichem Knowhow. Im Kern geht es im neuen Studiengang darum, Immobilien zu bewirtschaften, zu vermarkten, zu bewerten und zu finanzieren, bzw. Immobilien als Investment zu managen. Gleichzeitig lernen die Studierenden dort allgemeine betriebswirtschaftliche und Management-Kompetenzen und sind damit über den Schwerpunkt hinausgehend universell einsetzbar für VWI.
Der Zukunftstag bei Volkswagen Immobilien bietet jungen Menschen spannende Einblicke in die Berufe im Unternehmen und inspiriert sie, aktiv an einer grüneren Zukunft mitzuwirken. Am Zukunftstag nehmen jährlich ca. 15-20 Schüler*innen aller Schulformen teil. Sie erhalten hier verschiedenste Einblicke in die Tätigkeitsbereiche von Volkswagen Immobilien. Die Organisation erfolgt jährlich durch die Auszubildenden und Dual-Studierenden. Somit ermöglichen wir unseren Lernenden Erfahrungen zu sammeln und Verantwortung zu übernehmen. Im Jahr 2024 erfuhren die teilnehmenden Schüler*innen durch praxisnahe Workshops, wie bspw. den Bau von Hochbeeten am Betriebshof, wie Volkswagen Immobilien ökologische Verantwortung in verschiedenen Projekten umsetzt bspw. durch den Bau von Hochbeeten am Betriebshof. Das Programm ermöglichte es den Jugendlichen, nachhaltige Konzepte im Alltag eines Immobilienunternehmens zu erleben und vermittelte, wie soziale und ökologische Ziele bei der Gestaltung urbaner Lebensräume ineinandergreifen. So trägt Volkswagen Immobilien dazu bei, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei der nächsten Generation zu fördern und langfristig zu verankern. Auch für das Jahr 2025 möchten wir wieder jungen Menschen den Einblick in unsere Unternehmensstrukturen und den mit der Immobilienbranche verbundenen Berufsfeldern ermöglichen.
Im Rahmen von Inhouse-Schulungen durch eigene Mitarbeitende und Schulungen externer Dienstleister wird unser Qualifizierungsangebot bedarfsgerecht und kontinuierlich erweitert. Mitarbeitenden und Führungskräften stehen verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen u. a. seitens der Volkswagen Group Academy zur Verfügung, die sowohl freiwillige Bausteine als auch verpflichtende Schulungen enthalten.
Deutlich verändert hat sich in den letzten Jahren die Rolle der Führungskraft, u. a. durch die Intensivierung unserer digitalen Zusammenarbeit, die Erfüllung von Effizienzprogrammen oder krisenbedingt veränderte Rahmenbedingungen. Dieser Entwicklung tragen wir mit dem Leadership Culture Programm Rechnung, das unsere Führungskräfte mit Impulsen, Workshops und Methoden in ihrer Führungsrolle unterstützt. Das Führungskräfte-Programm, welches ein monatliches Leadership-Review sowie alle zwei bis drei Monate die Leadership-Nuggets (kurze Schulungen als „Häppchen“ zu diversen Führungs- und New-Work-Themen) beinhaltet, wurde im Berichtsjahr mit zwei weiteren Leadership-Culture-Days fortgesetzt. Mit den Trainer*innen der Volkswagen Group Services wurden die Themen Teambeziehungen, Stufen der Delegation, Achtsamkeit verbunden mit Emotionaler Intelligenz sowie eine Methode zur Konfliktlösung erörtert.
Mitarbeiterzufriedenheit durch Partizipation und Feedback
Wir legen großen Wert auf Dialogbereitschaft und eine ausgeprägte Feedbackkultur. Damit wollen wir unseren Beschäftigten ermöglichen, sich mit ihren Einschätzungen und ihrer Kritik aktiv in Prozesse einzubringen. Vor diesem Hintergrund nutzen wir z.B. zwei systemgestützte Feedback-Instrumente bei VWI – das kontinuierliche Feedback und das Upward Feedback. Beim Kontinuierlichen Feedback können Mitarbeitende mittels eines digitalen Tools, das ganze Jahr über Feedback geben, empfangen und beantworten. Das Upward Feedback wird mit Hilfe eines einfach anzuwendenden Online-Befragungsinstruments ermöglicht, mit dem sich die Führungskraft schnell, transparent und sicher eine qualifizierte Rückmeldung zum eigenen Führungsverhalten durch die Mitarbeitenden einholen kann. Feedback steht auch im Fokus, wenn Vorgesetzte und Mitarbeitende im jährlichen Mitarbeitergespräch gemeinsam auf die Zusammenarbeit und Arbeitsergebnisse des vergangenen Jahres schauen. Mehr Orientierung in der Transformation, individuelle Karrierewege und Zusammenarbeit stehen dabei im Vordergrund.
Ein weiteres Beispiel für direktes Mitarbeiterfeedback sind hierarchieübergreifende Formate wie „Auf einen Kaffee mit …“, bei dem jeweils ein Geschäftsführer in einen persönlichen und vertrauensvollen Dialog mit einer kleinen Runde von Mitarbeitenden tritt. So können die Geschäftsführer ungefilterte Rückmeldungen der Mitarbeitenden erhalten und gleichzeitig direkt auf Fragen eingehen. 2024 wurden zwei Dialoge dieser Art in Präsenz durchgeführt.
Zur Zufriedenheit unserer Beschäftigten und zur Stärkung der Unternehmenskultur tragen auch Mitarbeiterveranstaltungen bei. Hier geht es um ein Zusammentreffen und den lockeren Austausch auf allen Ebenen. Im Berichtsjahr 2024 wurden alle Mitarbeitenden im September zum Mitarbeitertraining „Fit in erster Hilfe“ eingeladen, bei dem ein Erste Hilfe Kurs angeboten wurde.
Es ist uns wichtig, alle Mitarbeitenden zeitnah und umfassend zu übergreifenden Themen zu informieren. Dafür nutzen wir Betriebsversammlungen als Präsenzveranstaltungen sowie hybride Townhall-Meetings als direktes und bidirektionales Kommunikationsinstrument. Im Berichtsjahr haben die Geschäftsführer in drei Townhall-Meetings zu unternehmensrelevanten Themen informiert. Die Flexibilität dieses Formats ermöglicht so auch kurzfristige Unternehmenszusammenkünfte, um beispielsweise zeitnah über die geplanten Maßnahmen zur Weiterentwicklung der VWI Struktur im Bereich Gewerbeimmobilien oder auch zu Auswirkungen des Performance Programms von Volkswagen auf VWI zu informieren und sich dabei gleichzeitig den Fragen der Belegschaft zu stellen.
Förderung mentaler und körperlicher Gesundheit am Arbeitsplatz
Mit unserem ganzheitlichen Gesundheitsmanagement arbeiten wir kontinuierlich an Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden. Um mit der Arbeitsbelastung angemessen umzugehen, sind Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung für uns nicht nur eine selbstverständliche soziale Verpflichtung und Ausdruck unserer Unternehmenskultur – sie nehmen auch eine herausragende Bedeutung in unserer Personalstrategie ein. In den Mittelpunkt unseres Gesundheitsmanagements stellen wir präventive Angebote zur individuellen psychischen und physischen Gesundheitsförderung, die gesundheitsfördernde Gestaltung der Arbeitsplätze sowie Information und Weiterbildung zu allen gesundheitlich relevanten Themen.
Psychische Erkrankungen nehmen seit vielen Jahren zu. Allein in Deutschland sind ca. 30% der Erwachsenen davon betroffen. Über die gesamte Lebensspanne betrachtet, erkrankt fast die Hälfte der Bevölkerung. Dies gibt Anlass, das Thema mentale Gesundheit mit einem strategischen Ansatz stark im betrieblichen Gesundheitsmanagement zu verankern. Da ein wichtiger Baustein von mentaler Gesundheit gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung ist, haben wir im Berichtsjahr 2024 unseren Fokus auf diese Themen gelegt. So wurden folgende Veranstaltungen angeboten:
- Brainfood: „Stark durch diese Zeit“
- Training und Herzgesundheit
- „Voll verzuckert“ Vortrag einer Ernährungsexpertin
- „Gesundes Laufen
- Ernährungstipps für Läuferinnen und Läufer
- Wie viel Kopf steckt in den Füßen?
Für alle VWI Mitarbeitende besteht zudem das Angebot zur Inanspruchnahme eines Sozialcoaches bzw. einer Psychotherapie, durch die Nutzung des Psychologischen Dienstes der Volkswagen AG. Außerdem hat Volkswagen Immobilien einen Mitarbeitenden in Stressbewältigung ausbilden lassen, der im Bedarfsfall als zertifizierter Coach zur Verfügung steht.
Mit „EmpowerME – Psychische Gesundheit im Blick“, das wir von unserem Mutterkonzern Volkswagen AG übernommen haben, konnten wir unseren Mitarbeitenden 2024 ein weiteres wertvolles Angebot zugänglich machen. Das Programm, unter Leitung des Psychologischen Dienstes, umfasst vielfältige Maßnahmen, um die psychosoziale Gesundheit der Mitarbeitenden zu fördern. Dazu gehören frei zugängliche Angebote wie der Podcast „Wie geht’s?!“ des Psychologischen Dienstes, oder auch themenbezogene Vortragsreihen, z.B. zu Stressbewältigung oder mentaler Gesundheit. Auf diese Weise sensibilisieren wir unsere Belegschaft für das Thema psychische Gesundheit/Erkrankung, leisten Aufklärungsarbeit und zeigen Unterstützungsangebote auf.
Ganzheitlicher Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit
Eine Konzernrichtlinie regelt die Verantwortung für Gesundheitswesen und Arbeitsschutz einheitlich für alle Gesellschaften des Konzerns. Wir haben diese Anforderungen aufgegriffen und in eine Organisationsrichtlinie für Volkswagen Immobilien überführt. Neben einer Leitungskraft Gesundheits- und Arbeitsschutz sind die gesetzlich geforderten Instrumente wie die Bestellung von Sicherheitsbeauftragten, der strukturübergreifende Arbeitsschutzausschuss oder die Funktion der Fachkraft für Arbeitssicherheit abgebildet.
Der Arbeitsschutzausschuss ist hierbei das höchste Arbeitsschutzgremium, das die Festlegung von Zielen und Maßnahmen bzw. das Aussprechen von Empfehlungen an die Geschäftsführung verantwortet. Die Belegschaft wird im Arbeitsschutzausschuss durch den Betriebsrat vertreten. Weiterhin sind Führungskräfte aus allen Betriebsbereichen, vor allem aus dem operativen handwerklichen Bereich sowie aus den betreffenden Fachabteilungen, bspw. der Personalabteilung, ständige Mitglieder. Durch diese Organisationsstruktur sind alle Mitarbeitenden und zugehörige Arbeitsplätze im Arbeitsschutzsystem erfasst. Um eine flächendeckende Kontrolle aller Arbeitsplätze vor Ort zu gewährleisten, ist an jedem unserer Standorte mindestens ein*e Sicherheitsbeauftragte*r vertreten.
Die arbeitsmedizinische Betreuung erfolgt durch das Gesundheitswesen der Volkswagen AG. Die beauftragten Arbeitsmediziner*innen führen die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtuntersuchungen sowie die Angebots- und auch Wunschvorsorgeuntersuchungen durch. Unsere Mitarbeitenden haben jederzeit die Möglichkeit Wunsch- und Angebotsuntersuchungen zu buchen. Über die Pflichtvorsorgeuntersuchungen der Mitarbeitenden, vor allem auf dem Betriebshof und der Gärtnerei, werden die Führungskräfte systemgestützt erinnert und aufgefordert, die notwendigen Untersuchungen zu veranlassen. Des Weiteren werden Mitarbeitende und Führungskräfte von dieser Stelle arbeitsmedizinisch beraten, um Gefährdungen an den Arbeitsplätzen zu minimieren.
Zu den zentralen Vorgaben für ein systematisches Sicherheits- und Gesundheitsmanagement zählt die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen der jeweiligen Arbeitsplätze. Dafür nutzen wir eine systemgestützte Erfassung der Gefährdungsbeurteilungen mit zentraler Datenablage. Im Rahmen von Gefährdungsbeurteilungen sollen Risiken frühzeitig erkannt und Unterweisungen durchgeführt werden, um auf die Verringerung von Arbeitsunfällen und berufsbedingten Krankheiten hinzuwirken. Jede Führungskraft ist in ihrem Wirkungskreis angewiesen, die Arbeitsplätze in regelmäßigen Abständen auf Veränderungen in der Gefährdung, mindestens zur jährlichen Unterweisung, zu überprüfen. Veränderungen sind umgehend mittels Risikobewertung in den Gefährdungsbeurteilungen zu dokumentieren und ggf. Handlungsmaßnahmen abzuleiten. Zudem erhält jedes Mitglied der Belegschaft jährlich eine Arbeitsschutzunterweisung. Bei Neueinstellungen erfolgt diese direkt bei Einstellung.
Erhöhte Risiken für Verletzungen und Erkrankungen bestehen im Bereich des Betriebshofes und der Gärtnerei aufgrund der notwendigen Verrichtung schwerer körperlicher Arbeiten bzw. des Einsatzes von Maschinen. Wir analysieren die Unfallursachen jeweils im Detail und ergreifen Maßnahmen zur zukünftigen Prävention. Sollte einem Mitarbeitenden auffallen, dass eine Tätigkeit arbeitsschutzwidrig oder gefährlich ist, besteht jederzeit die Möglichkeit, die Tätigkeit zu verweigern. Etwaige Mängel werden über die übliche Meldekette an den direkten Vorgesetzten herangetragen und von diesem abgestellt. Sollte auf diesem Weg keine befriedigende Lösung zustande kommen, kann der Mitarbeitende die beratenden Stellen (Sicherheitsbeauftragte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit) neutral einbinden. Diese können außerhalb der hierarchischen Struktur Einfluss auf die Arbeitsabläufe, bis hin zum Mitwirken der Geschäftsführung, nehmen. Zur unternehmensübergreifenden Information bei etwaigen schweren oder tödlichen Unfällen von eigenen Beschäftigten oder Mitarbeitenden von Partnerfirmen wurde bei Volkswagen ein Konzern-Prozessstandard eingeführt. Auf dieser Basis können an allen Standorten Maßnahmen zur Vermeidung gleichartiger Unfälle gezielt ergriffen werden.
Im Rahmen unserer Betreiber- und Auftraggeberverantwortung haben wir für uns standardisierte Prozesse definiert. Bei Neubau, Modernisierung und Instandhaltung werden häufig spezialisierte Fremdfirmen beauftragt, die wir auf ein hohes Niveau hinsichtlich Arbeitssicherheit verpflichten. Dazu zählt beispielsweise die gesetzlich vorgeschriebene Bestellung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinators (SiGeKo) als extern beauftragter Dienstleister für die Tätigkeiten auf den Baustellen. Dieser ist bei größeren Baustellen und bei Baumaßnahmen in großer Höhe vor Ort im Einsatz, wo er die Einweisung der beteiligten Firmen übernimmt und die Einhaltung der Vorschriften überwacht. Für kleinere Baustellen, die gemäß Baustellen-Verordnung nicht durch einen SiGeKo betreut werden müssen, liegt diese Verantwortung in der Regel bei den Auftraggebern. Zur Kontrolle dienen VWI spezifische Lastenhefte, welche die Dokumentation der Zusammenarbeit, die Unterrichtung über gegenseitige Gefährdungen sowie die Festlegung von Sicherheitsmaßnahmen regeln. Der Auftragnehmer verpflichtet sich demnach, seine Mitarbeitenden vor Arbeitsbeginn über die bestehenden Gefahren und vereinbarten Sicherheitsmaßnahmen zu unterweisen und auch beauftragte Nachunternehmer entsprechend zu unterrichten.
Der Prozess zur Einbindung eines externen Arbeitsschutz-Dienstleisters zur „Gegenseitigen Gefährdungsbeurteilung“ bei Arbeiten von Fremdfirmen in unseren und den von uns betreuten Liegenschaften, wurde umgesetzt und wird angewendet. Der Dienstleister prüft und bewertet die Gefährdungsbeurteilungen und unterweist die von uns beauftragten Fremdfirmen.
Darüber hinaus wurde die Verantwortung der VWI für den Brandschutz im Konzern geregelt und die Rolle der Unternehmenssicherheit im Brandschutz definiert. Wir haben auf die neuen Arbeitsweisen reagiert und die Strategie für unsere Brandschutzhelfer neu aufgestellt. Ebenso wurde die Brandschutzordnung für die VWI Verwaltung neu geschrieben und ein Evakuierungskonzept entwickelt. Unsere neuen und alten Brandschutzhelfer erhielten an vier Terminen Schulungen und praktische Unterweisungen. Anschließend haben wir das erworbene Wissen mit einer Evakuierungsübung auf Grundlage des neuen Evakuierungskonzeptes erprobt. Im letzten Quartal des Berichtsjahres haben wir eine Intranet-Awareness-Kampagne gespielt, in der alle Mitarbeitenden der VWI in die wesentlichen Inhalte der Brandschutzordnung und das Evakuierungskonzept Einblick erhielten.